Professuren

Neue Wege in der Wirtschaftswissenschaft

Die Excellence Foundation Zurich hat sich zum Ziel gesetzt, die besten Wissenschaftler und Akademiker der Welt an das Department of Economics der Universität Zürich zu holen und ihnen die besten Bedingungen für interdisziplinäre Forschung auf höchstem Niveau zu bieten.

Das Department of Economics der Universität Zürich hat potenzielle Forschungsbereiche eruiert, die mittels innovativer interdisziplinärer Ansätze erforscht werden sollen.

Professur für Economics of Ethics & Corporate Culture

Es besteht ein wachsendes Bedürfnis, die Rolle der Ethik und sozialen Verantwortung in der Wirtschaft zu verstehen. Mit dem zunehmenden Einfluss von Privatunternehmen auf die Gesellschaft müssen sich Manager vermehrt mit den Konsequenzen ihres Handelns für ihre Kunden und für die gesamte Gesellschaft auseinandersetzen. Durch die Globalisierung haben die Komplexität und die Bedeutung ethischer Aspekte zugenommen: Die internationalen Märkte sind mehr und mehr vernetzt, und Technologieinnovationen schreiten schnell voran.

Der moderne Manager muss sich zum Beispiel fragen, welche Verantwortung seine Firma gegenüber den Konsumenten trägt, wenn es um das Einhalten von Datenschutzbestimmungen geht. Wie kann ein Unternehmen eine gute Reputation bei seinen Kunden und Stakeholdern erzielen?

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Professur für Competition & Regulation

Einige der bedeutendsten Branchen (Strom, Gas, Telekom, Bahn, Post) sind historisch betrachtet staatliche Monopole. Die zunehmende Privatisierung dieser Branchen wirft einige Fragen auf. Wie sollen netzgebundene Wirtschaftszweige organisiert sein? Wie viel Privatisierung braucht es? Welche netzgebundenen Wirtschaftszweige sollen liberalisiert werden? Wie sollen die verbleibenden Monopole reguliert werden, um bestmögliche Effekte für den Wohlstand einer Gesellschaft zu erzielen?

Ein anderes wichtiges Thema, zu dem wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse bisher fehlen, ist die Gestaltung des Wettbewerbs auf den Produktmärkten. In den letzten zwanzig Jahren hat der Wettbewerb aufgrund von Globalisierung, Liberalisierung und Vergabe des öffentlichen Auftragswesens stark zugenommen. Wie wirken sich diese Veränderungen auf das Wohlbefinden von Konsumenten und Arbeitnehmenden aus? Was sind die langfristigen Auswirkungen auf das wirtschaftliche Wachstum?

Professur für Economics of Consumer & Market Behavior

Das Verhalten von Individuen zu verstehen, ist in vielen ökonomischen Settings von Bedeutung. Wie wählen Konsumenten zwischen unterschiedlichen Produkten aus? Wie teilen Individuen ihr Vermögen zwischen Konsum und Altersvorsorge auf?

Wirtschaftswissenschaftliche Theorien und empirische Methoden liefern nützliche Einblicke dazu, wie solche Entscheidungen getroffen werden und wie sich die Entscheidungen mehrerer Individuen zusammen auf breitere Marktergebnisse auswirken. Vor Kurzem haben Verhaltensökonomen damit begonnen, ein vertieftes Verständnis von Konsumenten- und Marktverhalten zu gewinnen. Dazu greifen sie auf Erkenntnisse der Psychologie zurück und integrieren diese in bestehende wirtschaftswissenschaftliche Ansätze und Analysen.

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Professur für Environmental Economics & Climate Change

Der Klimawandel wird seit mehr als zwei Jahrzehnten als eines der wichtigsten Zukunftsprobleme der Menschheit angesehen. Wie kaum ein anderes Umweltproblem erfordert der richtige Umgang mit dieser grossen Herausforderung eine interdisziplinäre Anstrengung. Neben den Naturwissenschaften kommt dabei den Wirtschaftswissenschaften eine zentrale Bedeutung zu. Die neue Professur für Environmental Economics and Climate Change kann einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung einer der zentralen Fragen der Menschheit leisten: Wie soll sie mit dem Problem des Klimawandels umgehen?

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Professur für Economics of Human Capital Development

In welchem Alter und auf welche Weise müssen bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert werden? Wie kann man Lernsituationen optimal gestalten, damit sozialen Ungleichheiten frühzeitig entgegengewirkt werden kann? Wie kann das lebenslange Lernen gefördert werden und welche Rolle spielt dabei der Arbeitgeber?

Neuere Studien weisen darauf hin, dass Schulbildung im engen Sinn längst nicht alle Bereiche abdeckt, die für eine effiziente und umfassende Förderung und Ausschöpfung des Humankapitals bedeutsam sind. Jeder Mensch erfährt in seinem Leben verschiedene Lern- und Reifeprozesse. Diese gilt es, von Beginn an zu fördern – vom Elternhaus, vom staatlichen Bildungssystem wie auch vonseiten der Arbeitgeber. Die Entwicklung eines umfassenderen Verständnisses von Bildung als lebenslanger Lernprozess, der im Kleinkindesalter beginnt und ein Leben lang dauert, ist deshalb von zentraler Bedeutung für eine prosperierende Gesellschaft.

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Professur für Economics
of Welfare & Sports

Welche Rolle kann Sport bei der Vermittlung zwischen Völkern und Kulturen einnehmen? Ist die Einhaltung von Regeln beim Spiel dem Verständnis für gesellschaftliche Normen zuträglich? Hat die im Spiel notwendige Selbstdisziplin einen positiven Einfluss auf die Fähigkeit der Selbstregulation von Individuen und dadurch auch auf soziale Normen, die Völkerverständigung und das Gemeinwohl? Die neue Professur für Economics of Welfare & Sports an der Universität Zürich will mit einem interdisziplinären Ansatz genau diese zentralen Fragestellungen und Entwicklungsprozesse erforschen. Die Erkenntnisse werden nationale und internationale Organisationen sowie Politik und Wirtschaft dabei unterstützen, das produktive Potenzial des Sports besser für die Erhöhung der gesellschaftlichen Wohlfahrt zu nützen.

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Stipendien

Junge Wissenschaftstalente nach Zürich holen

Die Stipendien der Excellence Foundation Zurich werden an Kandidatinnen und Kandidaten vergeben, die sich durch herausragende akademische Leistungen hervorheben. Die Unterstützung bedingt ein fortlaufendes erfolgreiches Studium. Die Zulassung an die Zurich Graduate School of Economics oder die Marlene Porsche Graduate School of Neuroeconomics ist eine Voraussetzung für ein Stipendium der Excellence Foundation Zurich.

Die Bewerbungen aller Studierenden für das Doktorandenprogramm in Economics oder Neuroeconomics an der Universität Zürich werden von einer zentralen Einheit geprüft. Bewerberinnen und Bewerber müssen das Antragsformular auf der Website des Department of Economics ausfüllen.

Portrait

Dr. Chloé Michel

Erhielt 2012 ein Stipendium der ZKB. Zuvor absolvierte sie ein Masterstudium an der Universität Zürich. Frau Michel schloss 2016 ihr Doktorat ab und trat danach eine Stelle als Verhaltensanalystin bei Swiss Re an.

Portrait

Lea-Kathrin Heursen

Erhielt 2012 ein Stipendium der ZKB. Zuvor absolvierte sie ein Masterstudium an der London School of Economics.

Portrait

Yi-Shan Lee

Erhielt 2013 ein Stipendium der ZKB. Zuvor absolvierte sie ein Masterstudium an der National Taiwan University.

Portrait

Christian Zünd

Erhielt 2014 ein Stipendium der ZKB. Zuvor absolvierte er ein Masterstudium an der Cambridge University.